Topas: hellblauer Topas im Brillantschliff, Zeichnung

Topas: Farben, Härte, Wert und Bedeutung

Lesezeit: 8 Minuten

Der Topas ist ein Edelstein aus der Gruppe der Silikate mit der Mohs-Härte 8. Er kommt natürlich in Gelbbraun, Blau, Violett, Rot und farblos vor, das kräftige Blau im Schmuck entsteht meist durch Behandlung. Trotz seiner Härte ist der Topas spröde und leicht spaltbar. Er ist einer der beiden Geburtssteine des Novembers.

Der Topas gehört zu den bekanntesten Edelsteinen, und doch ranken sich um ihn viele Missverständnisse: Nicht jeder blaue Topas ist natürlich blau, und nicht jeder Stein, der Topas heißt, ist einer. Dieser Guide sortiert, was stimmt.

Was ist ein Topas?

Der Topas ist laut Wikipedia ein Mineral aus der Klasse der Silikate. Er ist in reinem Zustand farblos und bildet Kristalle im orthorhombischen System.

Mineralklasse Silikate
Chemische Formel Al₂[(F,OH)₂|SiO₄]
Kristallsystem orthorhombisch
Mohs-Härte 8
Dichte 3,5 bis 3,6 g/cm³
Glanz Glasglanz
Spaltbarkeit vollkommen
Geburtsmonat November

Werte nach Wikipedia.

Welche Farben hat der Topas?

Reiner Topas ist farblos. Seine Farben entstehen laut Wikipedia durch Fremdbeimengungen und Fehler im Kristallgitter. Natürlich kommt er in Gelb, Rosarot bis Braunrot, Violett, Hellblau und Hellgrün vor, häufig auch in Gelbbraun.

Besonders begehrt ist der orangerote Imperial-Topas, auch Königstopas genannt. Er ist in der Natur sehr selten.

Ist blauer Topas echt?

Blauer Topas ist ein echter Topas, seine kräftige Farbe entsteht aber meist durch Behandlung. Laut Wikipedia werden Topase dafür mit Gamma- oder Elektronenstrahlen bestrahlt oder erhitzt. Auch farbige Varianten mit Handelsnamen wie Mystic-Fire-Topas oder Indian-Summer-Topas sind behandelt.

Behandelt heißt nicht gefälscht: Das Mineral bleibt ein Topas. Wer einen natürlich gefärbten Stein sucht, sollte aber ausdrücklich danach fragen.

Wie hart und wie empfindlich ist ein Topas?

Der Topas hat die Mohs-Härte 8 und ist damit eines der zehn Referenzminerale der Mohs-Skala. Auf der Skala folgen nach ihm nur noch der Korund, zu dem Rubin und Saphir gehören, und der Diamant.

Topas hat auf der Mohs-Skala die Härte 8 und ist selbst ein Referenzmineral der Skala

Hart heißt aber nicht unzerbrechlich. Der Topas ist laut Wikipedia wie der Diamant spröde und vollkommen spaltbar. Rasche Temperaturwechsel oder unvorsichtige Arbeiten beim Fassen können bereits zu Rissen und Sprüngen führen. Ein Topas verträgt Kratzer gut, einen harten Stoß dagegen schlecht.

Welche „Topase“ sind gar keine?

Einige Handelsnamen enthalten das Wort Topas, obwohl es sich um ein ganz anderes Mineral handelt. Laut Wikipedia sind das Quarz-Varietäten:

  • Madeira-Topas: ein Citrin oder gebrannter Amethyst, also ein Quarz.
  • Rauchtopas: ein Rauchquarz.

Echter Topas ist mit der Härte 8 härter als Quarz mit der Härte 7. Wer einen echten Topas kaufen möchte, sollte auf den Mineralnamen achten und nicht auf den Handelsnamen.

Woher hat der Topas seinen Namen?

Der Name geht laut Wikipedia auf die Insel Topazos im Roten Meer zurück, vermutlich die heutige St.-Johannes-Insel, die der römische Naturforscher Plinius der Ältere erwähnte. Kurios: Dort wurde gar kein Topas abgebaut, sondern Olivin, der lange mit dem Topas verwechselt wurde. Der grüne Olivin ist heute als Peridot bekannt.

Eine andere Erklärung führt den Namen auf das Sanskrit-Wort „tapas“ zurück, das Feuer oder Leuchten bedeutet.

Wo wird Topas gefunden?

Topas wird in vielen Ländern gefunden, laut Wikipedia unter anderem in Brasilien, den USA, Mexiko, Afghanistan, Pakistan, Myanmar, Sri Lanka und Norwegen. Brasilien ist für besonders große Kristalle bekannt. Der größte je gefundene Topaskristall soll aus Mosambik stammen, einen Meter lang sein und 2.500 Kilogramm wiegen.

Topas aus Sachsen: der Schneckenstein

Auch Deutschland hat eine Topas-Geschichte. Am Schneckenstein im Vogtland wurden laut Wikipedia weingelbe Topaskristalle gefunden. Sie wurden unter anderem für den Schmuck Augusts des Starken verwendet und sind heute im Grünen Gewölbe in Dresden zu sehen.

Wie wertvoll ist ein Topas?

Der Wert eines Topas hängt vor allem von Farbe, Reinheit und Größe ab. Seltene natürliche Farben wie der orangerote Imperial-Topas sind deutlich begehrter als behandelte Steine.

Blauer Topas ist dagegen weit verbreitet, weil seine Farbe durch Behandlung erzeugt werden kann. Wer einen Topas bewertet, fragt deshalb immer zuerst, ob die Farbe natürlich ist.

Welche Bedeutung hat der Topas?

Als Geburtsstein des Novembers steht der Topas traditionell für Wärme und Großzügigkeit, zusammen mit dem Citrin. Er gilt für alle, die im November geboren sind, also für Skorpione und Schützen dieses Monats.

Nach einer „Wirkung“ des Topas wird oft gefragt. Eine nachgewiesene Wirkung auf Körper oder Gesundheit gibt es nicht. Die Bedeutungen sind überliefert. Die Übersicht aller Monatssteine steht im Guide zu den Geburtssteinen.

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FAQ zum Topas

Wie wertvoll ist ein Topas?

Das hängt von Farbe, Reinheit und Größe ab. Natürlich gefärbte, seltene Steine wie der Imperial-Topas sind wertvoller als behandelte blaue Topase.

Welche Wirkung hat Topas?

Eine nachgewiesene Wirkung hat der Topas nicht. Traditionell wird er mit Wärme und Großzügigkeit verbunden.

Für welches Sternzeichen steht der Topas?

Der Topas ist ein Geburtsstein des Novembers und passt damit zu Skorpionen und Schützen, die im November geboren sind.

Ist ein Topas ein Edelstein?

Ja. Der Topas ist ein Mineral, das seit Jahrhunderten als Edelstein geschliffen wird, und mit der Härte 8 einer der härteren Schmucksteine.

Ist Rauchtopas ein Topas?

Nein. Rauchtopas ist ein Handelsname für Rauchquarz, also einen Quarz.

Fazit: Der Topas ist ein harter, aber spröder Edelstein, dessen blaue Farbe meist durch Behandlung entsteht. Nicht jeder „Topas“ ist einer, und seinen Namen verdankt er einer Insel, auf der eigentlich Peridot gefunden wurde.

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