Opal: Farbe, Arten, Wert und Bedeutung des Edelsteins
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Lesezeit: 7 Minuten
Der Opal ist ein Edelstein aus wasserhaltigem Kieselgel, der ohne Kristallstruktur entsteht. Bekannt ist er für sein schillerndes Farbenspiel, das Opalisieren. Er hat die Mohs-Härte 5,5 bis 6,5, rund 95 Prozent der gehandelten Edelopale stammen aus Australien. Zusammen mit dem Turmalin ist der Opal ein Geburtsstein des Oktobers.
Der Opal sieht in jedem Licht anders aus. Kein anderer Edelstein zeigt so viele Farben auf einmal. Dieser Guide erklärt, woher das Farbenspiel kommt, welche Opal-Arten es gibt und warum manche Opale teurer sind als andere.
Was ist ein Opal?
Der Opal ist laut Wikipedia ein häufig vorkommendes Mineral aus wasserhaltigem Kieselgel, chemisch SiO₂·nH₂O. Anders als fast alle Edelsteine hat er keine Kristallstruktur. Er ist ein amorpher Festkörper, ähnlich wie Glas.
Ein Opal enthält Wasser, meist zwischen 4 und 9 Prozent, in manchen Fällen bis etwa 20 Prozent. Der Name kommt vom lateinischen „opalus“ und dem griechischen „opallios“, was „kostbarer Stein“ bedeutet.
| Zusammensetzung | wasserhaltiges Kieselgel, SiO₂·nH₂O |
| Struktur | amorph, ohne Kristallgitter |
| Mohs-Härte | 5,5 bis 6,5, je nach Wassergehalt |
| Dichte | 2,0 bis 2,2 g/cm³ |
| Typischer Schliff | Cabochon, rund gewölbt |
| Geburtsmonat | Oktober |
Werte nach Wikipedia.
Welche Farbe hat ein Opal?
Beim Opal muss man zwei Dinge unterscheiden: die Grundfarbe und das Farbenspiel.
Die Grundfarbe
Die Grundfarbe, auch Körperfarbe genannt, ist laut Wikipedia meist Schwarz, Weiß, Grau, Blau, Grün oder Orange. Sie hängt von Elementen wie Eisen, Kupfer oder Nickel im umgebenden Gestein ab.
Das Farbenspiel
Das bunte Schillern heißt Opalisieren. Es entsteht durch Reflexion und Interferenz des Lichts zwischen winzigen Kügelchen aus Kieselgel, die nur 150 bis 400 Nanometer groß sind. Beim Edelopal sind diese Kügelchen fast gleich groß und liegen regelmäßig und dicht gepackt.
Schon der römische Gelehrte Plinius der Ältere beschrieb das Farbenspiel: Der Opal besitze das Feuer des Karfunkels, den purpurnen Funken des Amethysts und das Seegrün des Smaragds.
Welche Opal-Arten gibt es?
Im Schmuck unterscheidet man laut Wikipedia zwischen Edelopalen mit Farbenspiel und Gemeinen Opalen ohne Farbenspiel. Die bekanntesten Arten:
| Opal-Art | Merkmal | Wichtige Herkunft |
|---|---|---|
| Schwarzer Opal | dunkle Grundfarbe, vor der das Farbenspiel besonders leuchtet | Lightning Ridge, Australien |
| Heller Opal | helle Grundfarbe, früher Weißer Opal genannt | Coober Pedy, Australien |
| Boulder-Opal | noch mit dem Gestein verbunden, in dem er entstand | Queensland, Australien |
| Feueropal | durchsichtig gelb, orange oder rot, oft facettiert | Mexiko, Brasilien |
| Harlekin-Opal | fast gleich große Farbflecken in einem regelmäßigen Muster | Lightning Ridge, Australien |
| Gemeiner Opal | ohne Farbenspiel, etwa Milch- oder Holzopal | weltweit |
Dubletten und Tripletten
Weil Schwarze Opale selten und teuer sind, gibt es laut Wikipedia zusammengesetzte Steine: Bei einer Dublette liegt eine dünne Schicht Edelopal auf einem dunklen Untergrund, bei einer Triplette kommt eine durchsichtige Schutzschicht darüber. Außerdem gibt es synthetische Opale und Imitationen aus Glas oder Kunststoff.
Wie empfindlich ist ein Opal?
Der Opal hat auf der Mohs-Skala die Härte 5,5 bis 6,5. Je mehr Wasser er enthält, desto weicher ist er. Er ist damit deutlich weicher als Quarz, Rubin oder Saphir.
Im Alltag bedeutet das: Opalschmuck sollte man vor Stößen und Kratzern schützen und getrennt von härteren Steinen aufbewahren. Als Anhänger oder Ohrring ist er besser aufgehoben als an einem Ring, der ständig anstößt.
Wie wertvoll ist ein Opal?
Das hängt stark von der Art ab. Laut Wikipedia sind Opale in Edelsteinqualität äußerst selten, Gemeine Opale dagegen häufig. Den Wert bestimmen vor allem:
- die Grundfarbe: Im Handel wird sie nach einer Farbskala der australischen Schmuckindustrie beurteilt, dem AGIA Body Tone Chart. Schwarze Opale gelten als selten und teuer.
- das Farbenspiel: Besonders begehrt ist der Harlekin-Opal mit seinem regelmäßigen Muster.
- die Echtheit: Ein massiver Opal ist mehr wert als eine Dublette oder Triplette.
In der Antike wurden Opale laut Wikipedia teilweise sogar höher bewertet als der Diamant. Einer der größten Edelopale Europas, 594 Gramm schwer und um 1670 in der heutigen Slowakei gefunden, gilt als der wertvollste Edelstein der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien.
Woher kommt der Opal?
Über 4400 Fundorte sind laut Wikipedia bekannt. Der Handel wird aber von Australien bestimmt, das etwa 95 Prozent der gehandelten Edelopale liefert, vor allem aus der Gegend um Coober Pedy. Mexiko kommt auf etwa 4 Prozent, der Rest stammt aus anderen Ländern wie Brasilien und Äthiopien.
Auch in Deutschland wurde Opal gefunden, historisch in Sachsen bei Gröppendorf und Eibenstock. Und sogar auf dem Mars: Die NASA meldete 2008 große opalhaltige Flächen auf dem Roten Planeten.
Welche Bedeutung hat der Opal?
Als Geburtsstein des Oktobers steht der Opal traditionell für Kreativität und Hoffnung. Er gilt für alle, die im Oktober geboren sind, also für Waage und Skorpion dieses Monats. Die Übersicht aller Monatssteine steht im Guide zu den Geburtssteinen.
Im 19. Jahrhundert kam laut Wikipedia der Aberglaube auf, der Opal sei ein Unglücksstein, angefacht durch einen Roman von Walter Scott. Eine nachgewiesene Wirkung, ob gut oder schlecht, hat der Opal nicht.
Schmuck mit dem Stein des eigenen Geburtsmonats gibt es in unserer Kollektion Geburtsstein Kette.
FAQ zum Opal
Wie wertvoll ist ein Opal?
Das hängt von Art, Grundfarbe und Farbenspiel ab. Gemeine Opale sind häufig, Schwarze Opale und Harlekin-Opale selten und teuer.
Was ist Opal für eine Farbe?
Die Grundfarbe ist meist Schwarz, Weiß, Grau, Blau, Grün oder Orange. Darüber liegt beim Edelopal ein buntes Farbenspiel.
Warum sind Opale so teuer?
Opale in Edelsteinqualität sind laut Wikipedia äußerst selten und werden nur an wenigen Orten abgebaut, vor allem in Australien.
Ist ein Opal wertvoller als ein Diamant?
In der Antike wurden Opale teilweise höher bewertet als Diamanten. Heute hängt der Wert vom einzelnen Stein ab.
Kann man einen Opal jeden Tag tragen?
Ja, aber mit Vorsicht. Mit der Härte 5,5 bis 6,5 ist er empfindlich gegen Stöße und Kratzer.
Fazit: Der Opal ist ein wasserhaltiger Edelstein ohne Kristallstruktur, berühmt für sein Farbenspiel. Er ist eher weich, stammt größtenteils aus Australien und ist zusammen mit dem Turmalin ein Geburtsstein des Oktobers.