Mondstein: Schimmer, Farben, Bedeutung und Pflege
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Lesezeit: 7 Minuten
Der Mondstein ist ein Feldspat, genauer eine Varietät des Orthoklas, mit einem bläulich-weißen Schimmer, der an Mondlicht erinnert. Dieser Schimmer heißt Adulareszenz. Der Mondstein hat die Mohs-Härte 6 bis 6,5, ist druckempfindlich und wird meist rund gewölbt geschliffen. Zusammen mit der Perle ist er ein Geburtsstein des Junis.
Der Mondstein verdankt seinen Namen einem einzigen Effekt: dem sanften Leuchten, das über seine Oberfläche wandert, wenn man ihn bewegt. Dieser Guide erklärt, woher dieser Schimmer kommt, welcher „Mondstein“ in Wahrheit ein anderer Stein ist und worauf man beim Tragen achten sollte.
Was ist ein Mondstein?
Der Mondstein ist laut Wikipedia eine Varietät des Minerals Orthoklas, auch Adular genannt, und gehört damit zur Gruppe der Feldspate. Seinen Namen erhielt er durch sein Schimmern, das an Mondlicht erinnert.
| Mineral | Orthoklas (Adular), ein Feldspat |
| Mohs-Härte | 6 bis 6,5 |
| Dichte | 2,56 bis 2,59 g/cm³ |
| Spaltbarkeit | vollkommen |
| Typischer Effekt | Adulareszenz, bläulicher Schimmer |
| Typischer Schliff | Cabochon, rund gewölbt |
| Geburtsmonat | Juni |
Werte nach Wikipedia.
Warum schimmert der Mondstein?
Der Schimmer des Mondsteins heißt Adulareszenz. Er entsteht laut Wikipedia durch die Brechung und Streuung des Lichts an sehr feinen Schichten im Stein, sogenannten Entmischungslamellen, die sich beim Abkühlen des Gesteins bilden.
Damit dieser Effekt gut zur Geltung kommt, wird der Mondstein meist zu einem Cabochon geschliffen, also rund und gewölbt statt mit Facetten. Je nachdem, wie das Licht fällt, wandert der Schimmer über die Wölbung.
Mondstein mit Katzenauge
Manche Mondsteine zeigen statt eines breiten Schimmers einen scharf begrenzten Lichtstreifen. Diesen Effekt nennt man Chatoyieren oder Katzenaugen-Effekt, weil der Streifen an die Pupille einer Katze erinnert.
Welche Farben hat der Mondstein?
Der Mondstein ist laut Wikipedia fast ganz transparent bis milchig-weiß, mit einem zart bläulichen Glanz. Es gibt auch Steine mit einem trüberen Grundton, der ins Orange spielt.
Besonders geschätzt wird der klare Stein mit bläulichem Schimmer, weil er dem Namen am meisten gerecht wird: ein kühles Licht wie der Mond.
Ist Regenbogen-Mondstein ein echter Mondstein?
Nein. Der sogenannte Regenbogen-Mondstein ist laut Wikipedia ein blau schillernder, weißer Labradorit. Labradorit gehört zwar ebenfalls zur Familie der Feldspate, ist aber ein anderes Mineral als der Mondstein.
Im Handel wird der Name trotzdem oft verwendet, weil der Stein ähnlich bläulich schimmert. Wer einen echten Mondstein möchte, sollte auf die Angabe Orthoklas oder Adular achten.
Wie empfindlich ist ein Mondstein?
Der Mondstein ist empfindlicher als viele andere Edelsteine. Laut Wikipedia ist er wegen seiner geringen Härte und vollkommenen Spaltbarkeit sehr druckempfindlich.
Im Alltag bedeutet das: Mondsteinschmuck sollte man vor Stößen und Druck schützen. Als Anhänger oder Ohrring ist er besser aufgehoben als an einem Ring, der ständig an Kanten stößt. Aufbewahrt wird er am besten getrennt von härteren Steinen.
Woher kommt der Mondstein?
Die bedeutendsten Lagerstätten liegen laut Wikipedia in Sri Lanka, bei Gangapitiya, Meetiyagoda und Ratnapura. Weitere Vorkommen gibt es in Australien, Brasilien, Indien, Madagaskar, Myanmar, Tansania und den USA.
Auch in Europa wird Mondstein gefunden: Wikipedia nennt Österreich als Fundort.
Welche Bedeutung hat der Mondstein?
Als Geburtsstein des Junis steht der Mondstein zusammen mit der Perle traditionell für Sanftheit und Intuition. Er gilt für alle, die im Juni geboren sind, also für Zwillinge und Krebse dieses Monats. Die Übersicht aller Monatssteine steht im Guide zu den Geburtssteinen.
Häufig wird nach einer „Wirkung“ des Mondsteins gefragt. Eine nachgewiesene Wirkung auf Körper oder Gesundheit gibt es nicht. Seine Bedeutung ist überliefert, und sein Schimmer macht ihn zu einem besonders poetischen Geschenk.
Schmuck mit dem Stein des eigenen Geburtsmonats gibt es in unserer Kollektion Geburtsstein Kette.
FAQ zum Mondstein
Welche Wirkung hat der Mondstein?
Eine nachgewiesene Wirkung hat der Mondstein nicht. Traditionell wird er mit Sanftheit und Intuition verbunden.
Für welches Sternzeichen ist der Mondstein?
Der Mondstein ist ein Geburtsstein des Junis und passt damit zu Zwillingen und Krebsen, die im Juni geboren sind.
Ist der Mondstein wertvoll?
Das hängt vom einzelnen Stein ab. Geschätzt werden vor allem klare Steine mit einem deutlichen, bläulichen Schimmer.
Wer sollte Mondstein tragen?
Traditionell alle, die im Juni geboren sind. Wegen seiner Empfindlichkeit eignet er sich besonders für Menschen, die Schmuck eher sanft tragen, etwa als Anhänger.
Kann man Mondstein im Alltag tragen?
Ja, aber mit Vorsicht. Er ist druckempfindlich und sollte vor Stößen geschützt werden.
Fazit: Der Mondstein ist ein Feldspat mit bläulichem Schimmer, der Adulareszenz, und ein Geburtsstein des Junis. Er ist druckempfindlich, wird rund geschliffen, und der „Regenbogen-Mondstein“ ist in Wahrheit ein Labradorit.